Lokal, saisonal, gesund – Herbstgemüse und seine Health Benefits

Lokal, saisonal, gesund – Herbstgemüse und seine Health Benefits

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen frischer und die Blätter bunter - der Herbst fängt an. An die neu angebrochene Jahreszeit kannst du dich nicht nur durch Outfits mit dickeren Jacken und Schals gewöhnen, auch deine Auswahl an Lebensmitteln kannst du herbstlich gestalten.

Saisonale Lebensmittel, die du nun wieder frisch und lokal in deine Ernährung einbauen kannst, reichen von dem klassisch herbstlichen Kürbis, über Chicorée, Kartoffeln, Fenchel, bis hin zur Auswahl unterschiedlichster Kohlsorten wie Blumenkohl, Weißkohl, Wirsingkohl und Rosenkohl. All diese Lebensmittel finden jedes Jahr aufs Neue ihren Weg in die Küchen und das zu Recht! Um Superfoods in deine Ernährung zu integrieren, musst du nicht zwingend auf eingeflogene, internationale Produkte zurückgreifen. Das lokale, saisonale Herbstgemüse hält ebenfalls zahlreiche Health Benefits für dich bereit.

Der tief-orangene Kürbis zum Beispiel, der dich nun wieder an jedem Supermarkteingang anlacht, bekommt seine Farbe durch gesundheitsförderliche Carotinoide. Diese natürlichen Farbstoffe sind Vorstufen von Vitamin A, das für eine strahlende Haut und gutes Sehen wichtig ist. Zudem wirken sie antioxidativ, sie stellen also einen Schutz vor freien Radikalen dar, die mit zahlreichen Krankheiten in Verbindung stehen. Die gesunden Bestandteile des Kürbisses hören bei weitem nicht nach dem Fruchtfleisch auf. Die Kürbiskerne, die sich ideal als Topping für Salate wie den nourisha - Soothing Salad eignen, enthalten ungesättigte Fettsäuren, die dein Körper beispielsweise zur Aufnahme des fettlöslichen Vitamin A benötigt. Auch verarbeitet als Kürbiskernöl bereichern die Kerne die herbstliche Küche und wirken hemmend auf Entzündungsprozesse in deinem Körper.

Ein weiteres Highlight Lebensmittel der Saison ist seit Jahrhunderten wichtiger Bestandteil unserer Ernährung und Deutschland ist mit einem jährlichen Pro-Kopf-Verbrauch von ca. 60 kg für seinen Konsum bekannt – die Kartoffel. Doch was macht die Knolle so beliebt? Abgesehen davon, dass sie multifunktional in zahlreichen Gerichten einzusetzen ist, ist die Kartoffel ein wichtiger Energielieferant in der Ernährung unterschiedlichster Kulturen. Sie hat einen höheren Sättigungseffekt, als andere Kohlenhydratquellen, wie Pasta und Reis, und liefert dir Mineralstoffe wie Magnesium, Potassium, Folat und Eisen und Vitamine wie beispielsweise Vitamin C. Damit all diese Nährstoffe auch in deinem Körper ankommen, solltest du die Kartoffeln mit Schale kochen, am besten in einem Dampfkocher, um den Verlust der Mikronährstoffe über das Wasser beim Kochen zu verringern! Oder genieße sie geröstet wie zum Beispiel im Roasted Potato & Green Bean Salad.

Als wahres Powerfood für deinen Darm darf Chicorée in den kommenden Monaten in deiner Ernährung nicht fehlen. Der bittere Geschmack ergänzt sich in Salaten ideal mit säuerlich-frischem Joghurt-Dressing und auch in Aufläufen macht sich das Gemüse gut. Die positiven Effekte auf deinen Darm entstehen bei Chicorée durch den probiotischen Ballaststoff Inulin. Für den Abbau von Inulin fehlen deinem Körper die entsprechenden Enzyme. Es gelangt unverdaut in den Darm, wo es als Nahrung für Bakterien dient, die deine Darmgesundheit fördern und die Bakterienzusammensetzung in deinem Darm positiv beeinflussen. Zudem enthält Chicorée sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide und Tannine, die in deinem Körper antioxidativ und entzündungshemmend wirken und das Krebsrisiko senken können. Ein rundum Superfood also.

Ebenfalls positive Auswirkungen auf deine Darmmikrobiota hat Sauerkraut. Sauerkraut ist ein Fermentationsprodukt aus Weißkohl. Vereinfacht erklärt ist Fermentation die Umwandlung von organischen Stoffen, wie zum Beispiel des Zuckers, der in Lebensmitteln enthalten ist, in Säure, Gase oder Alkohol. Diese Umwandlung funktioniert über Mikroorganismen wie Bakterien, Schimmelpilze oder Hefen. Zur Herstellung von Sauerkraut werden dem Weißkohl Bakterien zugesetzt, die dessen natürlichen Zucker abbauen und in Milchsäure umwandeln. Diese Milchsäurebakterien bleiben im Sauerkraut enthalten. Isst du nun Schupfnudeln mit (nicht pasteurisiertem) Sauerkraut zum Mittagessen, gelangen die Milchsäurebakterien aus dem Sauerkraut in deinen Darm und wirken sich dort positiv auf deine Darmgesundheit aus.

Achtest du auf eine ausgewogene, umweltfreundliche Ernährung, die dir und dem Klima etwas Gutes tut, dürfen Kürbis, Kartoffeln, Chicorée und Sauerkraut im Herbst auf deinem Teller nicht fehlen. Wir wünschen dir einen guten Start in die gemütliche Jahreszeit und viel Spaß dabei deine Ernährung in den kommenden Wochen lokal, gesund und abwechslungsreich zu gestalten!