Bye Bye Bloating

Bye Bye Bloating

Tage, an denen dein Magen grummelt und du von anhaltende Bauchschmerzen geplagt wirst, kommen dir bekannt vor? Ein drückendes Völlegefühl und ein aufgeblasener Bauch sind oftmals unangenehme Gesprächsthemen. Sollten sie aber nicht sein!

Die meisten von uns kennen Tage, an denen der Knopf der Lieblingsjeans fast nicht mehr zu geht. Je nach Studie leiden 16 - 31% der Bevölkerung regelmäßig unter Symptomen von Blähungen. Einerseits kann es durch diese zu unangenehmen Situationen kommen, in denen das Gas aus dem Darm ausgerechnet mitten im Meeting entweichen möchte, zum anderen bringen Blähungen anhaltende Bauchschmerzen mit sich.

Werden diese Symptome alltäglich, sollte ärztlich abgeklärt werden, ob es sich um eine Erkrankung handelt, die medikamentös behandelt werden kann. Immer öfter ist auch von einem Reizdarm die Rede. Die Diagnose des Reizdarmsyndroms ist nicht einfach, da es keine direkt nachweisbare körperliche Ursache zu haben scheint. Ein Symptom, das auf ein Reizdarmsyndrom hinweist ist ebendieser Blähbauch, der die Jeans ganz unerwartet zu eng werden lässt. Auch krampfhafte Bauchschmerzen, eine Veränderung der Stuhlhäufigkeit, Besserung der Beschwerden nach dem erleichternden Gang auf die Toilette und eine Verschlimmerung der Beschwerden durch Stress, Angst oder Frustgefühle sind Symptome des Reizdarmsyndroms. Für eine Diagnose dessen müssen diese Beschwerden mindestens 12 Wochen innerhalb eines Jahres auftreten.

Eine Erleichterung der zunehmenden Beschwerden kann man, nachdem andere Krankheiten als Ursache ausgeschlossen wurden, durch die passende Ernährung erreichen. Der vielversprechendste Ansatz dabei ist die sogenannte low – FODMAP - Diät. Diese beinhaltet möglichst wenige „Fermentable Oligo-, Di-, Monosaccharides And Polyols”.

Saccharide sind Kohlenhydrate. Aber was macht den entscheidenden Unterschied? Zu einer ausgewogenen Ernährung gehören Kohlenhydrate ja dazu. Was macht also gerade diese FODMAPs zum Problem? Zum Abbau der fermentierbaren Kohlenhydrate, den FODMAPs, fehlen unserem Körper passenden Enzyme. Sie gehen also ungespalten und unverdaut in unseren Darm über. Die den Darm besiedelnden Bakterien freuen sich über ihre Lieblingsnahrung und erzeugen bei ihrem Festmahl Gase, die uns dann eher weniger Freude bereiten.

Solche Oligosaccharide sind zum Beispiel in Weizen, Hülsenfrüchten, Nüssen und den Zwiebeln und dem Knoblauch enthalten, die unserem Essen die standardmäßige Würze verpassen. Auch die Fructose, die besonders viel in Obst wie Äpfeln, Birnen oder dem Sommerliebling Wassermelone enthalten ist, zählt zu den FODMAPs. Diese hat genau wie andere Süßstoffe einen osmotischen Effekt, zieht also Wasser ins Darmlumen und kann somit für lästigen Durchfall verantwortlich gemacht werden.

Die Umstellung auf eine low - FODMAP - Diät zeigt nachweislich eine immense Verbesserung bei Problemen mit Blähungen, besonders wenn diese auf das Reizdarmsyndrom zurückzuführen sind. Trotzdem sollte man sich nach vier bis sechs Wochen langsam daran herantasten seine Toleranz für FODMAPs herauszufinden. Denn der strikte Verzicht lässt vielleicht den Blähbauch verschwinden und dich happy in die Jeans springen, auf Dauer handelt es sich aber um eine starke Einschränkung der Lebensmittelauswahl und kann sich negativ auf deine Mikrobiota auswirken.

Tatsächlich kann eine gestörte Mikrobiota sogar der Auslöser der Blähungen sein. Unausgewogene Ernährung oder die Einnahme von Antibiotika können die Bakterien-Besiedelung des Darms in ein ungesundes Ungleichgewicht bringen. Die Darmgesundheit hängt maßgeblich von Bakterien im Darm ab, von denen einige nicht nur deine Verdauung unterstützen, sondern auch dein Immunsystem stärken und dich fitter fühlen lassen. Eine ballaststoffreiche Ernährung, bei der man nur schwer um FODMAPs herumkommt, unterstützt dabei die gesundheitsförderlichen Bakterien im Darm.

Lässt sich das Reizdarmsyndrom bei dir ausschließen, könnte auch eine erhöhte Glutensensibilität oder Glutenunverträglichkeit Grund der überschüssigen Gase in deinem Magen-Darm-Trakt sein. Bei Ernährungsfragen ist stets empfehlenswert auszuprobieren was dir guttut und was nicht. Führe ein Protokoll über deine Ernährung und schreibe auf wann du dich pudelwohl gefühlt hast und wann du von Symptomen geplagt wurdest.

Du vermutest deine Mikrobiota könnte etwas Unterstützung gebrauchen? Du bist unsicher, ob Gluten ein stetiger Bestandteil deiner Ernährung sein sollte? Wir helfen dir deine Good Foods und Bad Foods herauszukristallisieren. Bestelle für nächste Woche das pflanzenbasierte nourisha-Menü. Die ballaststoffreichen, glutenfreien Meals bringen deine Mikrobiota wieder ins Gleichgewicht und durch die transparente Zutatenliste kannst du für dich herausfinden, was genau dir persönlich Magengrummeln bereitet - Bye, bye Bloating!